Einführung in die Primaristic

PRIMARISTIC für Kinder und Erwachsene hat sich aus der Säuglingstherapie entwickelt.

Eine besondere Qualität meiner primaristischen Arbeit liegt in der Begleitung von Familien mit Babys und Kleinkindern.

Aber auch andere Menschen, große und kleine, dürfen gerne mit ihren Problemen zu mir kommen. Ein besonderes Anliegen ist mir, den Eltern wieder zu mehr Sicherheit und Vertrauen zu verhelfen.

So wichtig die Behandlung von Baby oder Kleinkind ist - ohne Sicherheit und Vertrauen der Eltern, wäre es nur ein halber Behandlungserfolg.

Für den Alltag Zuhause können die Eltern viele Anregungen aus der Unterrichtsstunde mitnehmen.

Und auch später werden die Erfahrungen sehr hilfreich sein, nämlich dann, wenn neue Herausforderungen des Lebens auftauchen: Dann können Eltern und Kinder immer wieder auf das Erlebte zurückgreifen und werden leichter Lösungen finden.

FAQ
  • Wann suchen Eltern Hilfe bei mir?
    Wenn ihr Baby z.B. schlecht schläft - viel schreit - Bauchweh hat - nicht gut trinkt - den Kopf einseitig hält - sich nicht drehen kann - wenn die Kopfform nicht gleichmäßig ist ...
    Wenn ihr Kind z.B. nicht krabbelt - nicht Laufen lernt - sehr unruhig oder ängstlich ist - häufig erkältet ist oder Kopfweh hat - in Spielgruppe/ Kindergarten/ Schule auffällt - eine Zahnspange braucht ...
    Wenn die Eltern selbst sich überfordert fühlen - wenn sie an ihre Grenzen kommen - wenn alles zu viel geworden ist …
  • Welche Erwachsenen kommen zu mir?
    Mütter zur Verarbeitung einer sehr anstrengenden oder traumatischen Geburt, für einen guten Start ins neue Leben, für sich und für ihr Baby
    Väter, die sich mehr mit der Entwicklung ihrer Kinder beschäftigen möchten, aber auch mit sich selbst und mit ihrer neuen Lebenslage
    Schwangere mit akuten Beschwerden - zur Schwangerschaftsbegleitung - zur Geburtsvorbereitung
    Paare mit unerfülltem Kinderwunsch
    ...und auch andere Erwachsene mit den unterschiedlichsten Sorgen und Beschwerden. Dies sind häufig Rückenschmerzen, Kopfweh und Nackenverspannungen.

Was ist Primaristic und wie erfolgt die Behandlung?


Die PRIMARISTIC als Lehre und die dazugehörige TPM (Therapie nach Pfeiffer-Meisel) wurde von der Physiotherapeutin Helga Pfeiffer-Meisel (*1943, +2006) 1969 entwickelt. Sie bildete seit 1979 Physiotherapeutinnen zu Primaristinnen aus. Sie arbeitete als Physiotherapeutin in einer Klinik mit schwer betroffenen Säuglingen. Ihr war es ein Herzensthema, die primären Bedürfnisse der Kinder nach ihren Möglichkeiten therapeutisch zu unterstützen. Nach zahlreichen neurophysiologischen Fortbildungen entwickelte sie die Therapiemöglichkeit für Säuglinge mit ihrem Erfahrungswissen weiter zum Therapiekonzept Pfeiffer-Meisel und konnte direkt die positiven Wirkungen beobachten. Ab 1981 erhielt ihr Therapiekonzept den Namen PRIMARISTIC. In der folgenden Zeit entwickelte sie daraus ein „program of life“ für alle Altersstufen.

Definition

PRIMARISTIC beinhaltet das Wissen und die Lehre der sensomotorischen Entwicklung des Menschen auf der Grundlage der Neurophysiologie.


Die Primaristic-Akademie unter der neuen Leitung der Physiotherapeutin Svenja Schrode bietet neue Ausbildungskurse seit Oktober 2024 an.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten klicken Sie hier.

Hintergrund

Während der Schwangerschaft notwendige primäre (frühkindliche) Reflexe sollten sich nach der Geburt baldmöglichst zurückbilden. Bleiben sie aktiv, kommt es zur vermehrten Anspannung der Muskulatur.

Es kommt zu Auffälligkeiten in der:

  • Wahrnehmung (Sensorik)
  • Bewegung (Motorik)
  • im Gemüt (Emotionalität)
  • und im Denken (Kognition).

Dies hat Auswirkungen auf das gesamte Leben.

Das Ziel der PRIMARISTIC ist vorhandene primäre Reflexe zu lösen, um eine störungsfreie sensomotorische, emotionale und kognitive Entwicklung zu ermöglichen.

In meiner Praxis führe ich am Beginn der Behandlung die sorgfältige körperliche Untersuchung und Testung durch, welche Reflexmuster vorhanden oder auslösbar sind. Dabei kommen bei Babys und Kindern spezielle entwicklungs-neurologische Untersuchungstechniken zum Einsatz.

PRIMARISTIC von Anfang an

PRIMARISTIC eignet sich bereits für werdende Mütter zur Geburtsvorbereitung. Erlernt die Mutter nach der Geburt mit ihrem Baby die PRIMARISTIC sorgt sie von Anfang an für eine ausgeglichene sensomotorische Entwicklung ihres Kindes. Aus diesem Grund liegt mir auch die Schulung von Hebammen und Kinderkrankenschwestern besonders am Herzen. (siehe Seminare).

Die Aufgabe der Primaristin ist die Mutter darin anzuleiten ihr Kind so zu tragen und zu halten ohne primäre Reflexe auszulösen.
Dabei wird die Einheit von Mutter und Kind bewahrt, da die Mutter ihr Kind selbst auf dem Schoss hält.

Größere Kinder und Erwachsene erlernen die PRIMARISTIC auf einer Matte auf dem Boden.

Die PRIMARISTIC Schulung erfolgt durch mich persönlich als PRIMARISTIC-Lehrerin in Einzelstunden. Eine primaristische Schulung dauert bis zu 45 Minuten.

Wann ist PRIMARISTIC einsetzbar?

PRIMARISTIC eignet sich zur Vorbeugung. Wie bei der Homöopathie geht es um die Gesunderhaltung des Menschen. Sind bereits Zeichen einer zentralen Koordinationsstörung vorhanden, kann PRIMARISTIC helfen, indem sie die Wirkung primärer Reflexe unterbricht.

Was können Hinweise auf eine zentrale Koordinationsstörung sein?

In der Schwangerschaft und Geburtsphase:

  • Risikoschwangerschaft
  • Geburtskomplikationen

Säuglinge und Kinder

  • Stillprobleme
  • KISS
  • Haltungsfehler
  • Entwicklungsverzögerung
  • Verdauungsstörungen, Dreimonatskoliken
  • Schreikinder
  • Schlafstörungen
  • Sprechstörungen
  • Störungen in der Fein- und Grobmotorik
  • Auffälligkeiten im Spiel- und Sozialverhalten
  • Bettnässer
  • Infektanfälligkeit
  • Neurodermitis

Schulkinder bis ins Erwachsenenalter

  • Lernschwäche
  • Konzentrationsstörungen
  • ADHS
  • Migräne
  • Zähneknirschen
  • Haltungsfehler wie Schiefhals oder Skoliose
  • Hüfterkrankung
  • Rückenprobleme
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Burn-out
  • Hypertonie
  • Emotionale Regulationsstörungen (z.B. Angstzustände, extreme Wutanfälle)

Was bewirkt die PRIMARISTIC?

PRIMARISTIC baut Tonus-Störungen der Muskulatur ab und trägt so zur Harmonisierung des Menschen auf allen Ebenen bei. Die Selbstheilungskräfte werden dadurch nachhaltig unterstützt.

Frau Pfeiffer-Meisel und ihr Ehemann der Kinderarzt Dr. med. Herbert Pfeiffer veröffentlichten 1981 eine Untersuchung in „der kinderarzt“: Analyse der Frühtherapie nach dem Frankfurter Modell, der kinderarzt 1981, 372-379.

127 Kinder wurden nach dem Therapiekonzept behandelt. Die Kinder zeigten Verbesserungen und konnten zum Teil ganz gesund werden. V.a. in der Gruppe der unter sechs Wochen alten Säuglingen.

Was ist das Besondere an der PRIMARISTIC?

Frau Pfeiffer-Meisel ist es - nach unserem Wissen - bislang als Einzige gelungen eine wirksame Methode zur Vermeidung frühkindlicher Reflexe für Mutter und Kind zu entwickeln, die bereits unmittelbar nach der Geburt angewendet werden kann und „Prävention von Anfang an“ bedeutet. Die Mutter erlernt durch eine Primaristin die sensomotorische Bewegungsschulung und kann diese selbstständig zu Hause durchführen. Durch die Einbindung des Erlernten in den Alltag ermöglicht die Mutter automatisch die natürliche sensomotorische Entwicklung des Kindes ohne großen Aufwand. Sie wird so zur Entwicklungsförderin ihres Kindes.

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